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Mietrecht: Zu hohe Heizleistung als Mangel?

(ho) Normalerweise ist es umgekehrt: In der kalten Jahreszeit beschweren sich die Mieter gerne über zu wenig Heizleistung. In diesem Fall heizt die Heizung zu stark - und auch das noch im Schlafzimmer, wo man es gerne für einen gesunden und angenehmen Schlaf etwas kühler hat. So beklagt es Mieter M, der in einer Plattenbauwohnung lebt, gegenüber seinem Vermieter V. Er fordert V auf, die Heizleistung „auf Teufel komm raus“ auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. V kommt dem nicht nach und verweist darauf, eine nicht raumbezogen regulierbare Heizung sei in einer Plattenbauwohnung Standard und gehöre zum vertragsgemäßen Zustand der Mietsache.

Das LG Berlin sieht das anders (Urteil vom 3. Mai 2016 - 67 S 357/15, NJW-aktuell Heft 25/2016, Seite 9). Denn eine Heizleistung im Schlafzimmer über 18°C werde den Bewohnern unangenehm, so das Gericht. Deshalb sei in der zu hohen Heizleistung, die nur durch Lüften geregelt werden könne, ein Mangel zu sehen, die Klage auf Mängelbeseitigung deshalb begründet.

Näher zur Mietminderung und deren Abwehr:
Broschüre „ Mietminderung", 3 Auflage 2009, ISBN 978-3-939787-22-8, 138 Seiten, 12,95 € zuzüglich Versandkosten bei Einzelbestellung, zu beziehen über Haus & Grund Solingen.

© Dr. Hans Reinold Horst

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